Gone Mad (Anthologie)
Gone Mad von A.C. Hurts stand jetzt bestimmt drei Jahre in meinem Schrank, ist immer artig mit allen Büchern hin und her umgezogen. Nun war es an der Zeit, dass ich mich meinem ersten Hardcore – Horrorbuch widme.
Gone Mad ist eine Sammlung an Kurzgeschichten, die die Grenze der menschlichen Ethik nicht nur ein wenig überschreitet. Kannibalismus, Mord, Folter … es lässt kaum ein Thema aus.Mir war nicht klar, was mich erwarten würde. Mit war nicht bewusst, dass das Wort „Hardcore“ nicht nur schlichte Deko auf dem Cover war, sondern, dass genau dieses Wort das Programm bestimmte. Beim Lesen dachte ich so oft: „Ou … heilige Sch****! Was für ein kranker Mist! Wobei Mist in dem Fall bitte nicht negativ zu bewerten ist.
Es ist nicht einfach, die Gedanken in Worte zu fassen. Zu lesen, wozu Menschen durchaus fähig sind, lässt mich an der menschlichen Moral zweifeln, denn eines darf man bei all der Fiktion nicht vergessen: Irgendwo auf der Welt … manchmal weit weg und manchmal fast vor der Haustür, passieren all diese schrecklichen Dinge wirklich.
Und doch konnte ich nicht aufhören, weiterzulesen. Liegt es an der morbiden Neugierde, die manche Menschen in sich tragen? Die Gier danach, zu erfahren, ob es noch eine Stufe schlimmer geht? Oder bin ich einfach nur … liebevoll ausgedrückt, gestört, wie so viele Leser aus diesem Genre?
Was immer mich weitergetrieben hat … was immer mich dazu verleitet hat, gleich zwei weitere Bücher dieser Autorin zu kaufen … man darf dabei eines nicht vergessen: Der Schreibstil ist fesselnd, flüssig und macht Spaß.
Spaß … ein seltsames Wort bei dieser Thematik, aber es ist so. Schande über mich, aber ich bin angesteckt!
Eines ist noch wichtig zu sagen, bevor ich mich zurücklehne und das nächste Buch beginne: Das ist echt nichts für schwache Nerven. Nichts für empfindliche Mägen und nichts für Happy End – Süchtige. Denn du als Leser bist der einzige, der ein Happy End erfährt, wenn du das Buch beiseitelegst und dich wieder deinem Leben widmest ;)
5 von 5 Sternen
