Dead Romance

Im Leben von Jefferson Ashcroft läuft alles perfekt. Er und seine Frau Linda führen eine rundum harmonische Beziehung in einem riesigen Herrschaftssitz, welches seit über zweihundert Jahren im Familienbesitz der Ashcrofts ist.

Einzig ein Baby fehlt zu ihrem Glück, denn da hat Jefferson so seine Probleme.

Als Linda eines Tages im Haus tödlich verunglückt, erkennt Jefferson in seinem benebelten Verstand die Tatsachen nicht und geht davon aus, dass seine Frau sich wieder erholen wird. Und tatsächlich haben sie den ersten sehr guten Sex seit langem und Linda wird schwanger.


Autor J. Mertens präsentierte mir den besten Prolog seid langem. Die Darstellung der Ashcrofts im Laufe der letzten 200 Jahre war unglaublich spannend. Dann wurde es etwas ruhiger. Nicht unspannend oder langweilig, nur ruhiger.

Zu beobachten, wie sehr sich Jefferson vom liebevollen Ehemann zu dem entwickelt, der er zum Schluss ist, war die beste Charakter entwicklung überhaupt.

Das Bild, welches Mertens von dem Haus, seiner Ausstrahlung und auch vom Ehepaar zeichnet versetzte mich regelrecht in die Szenerie und ich hatte stets diesen nostalgischen, altenglischen Beigeschmack beim Lesen.

Der Schreibstil ist flüssig, und was ich am spannendsten fand, war das Gefühl beim Lesen, welches mir die Szenen im Haus gaben und die Szenen außerhalb des Geländes. Als würde vom man altehrwürdigen, altenglisches, düsteren Herrenhaus eine unsichtbare Mauer durchschreiten, die einen in die heutige Zeit katapultiert.


Von mir gibt es 5 etwas eingestaubte Sterne aus dem Keller von Thyme, inklusive einer Fliegenklatsche ;) Tolles Buch und eine klare Leseempfehlung!


Dead Romance bei Redrum