Bloody Pain

Nachdem ich “Der Fleischsammler” bereits in einer anderen Geschichtensammlung lesen und genießen durfte, hatte ich mir viel von Elli Wintersuns Bloody Pain versprochen.

Ihre Protagonistin musste im Laufe ihres Lebens so unfassbar viel Leid erfahren dass sie mit sich, der Welt und ihrem Körper alles andere, als im Einklang war. Sie sucht verzweifelt einen Weg zur Lösung, doch der entpuppt sich als blutiger Fehler.

Die Handlung als solches sprach mich sehr an. Der Plot war ergreifend und löste bei mir ein tief empfundenes Mitgefühl aus.
Jedoch hat es sechsundzwanzig Seiten gebraucht, um zu merken, was mir fehlt: Dialoge. Die erste Hälfte las sich für mich sehr schwer. Ich liebe Dialoge, die direkte Interaktion der Menschen. So lasen sich für mich viele Passagen wie eine grobe Zusammenfassung der Ereignisse, von denen ich mir mehr Tiefe gewünscht hätte. Das Finale jedoch gefiel mir außerordentlich gut! Ein perfekter Showdown, wenn mir auch da etwas mehr Inhalt gefallen hätte. Die erste Geschichte hat 66 Seiten, hätte aber gern doppelt so lang sein können.

Die erste Bonusgeschichte holte mich leider gar nicht ab, doch den Fleischsammler werde ich mir bei Gelegenheit nochmal zu Gemüte führen!

Alles in allem nicht so ganz rund, daher nur 3 von 5 Sternen. Aber ich werde die Autorin definitiv weiterlesen. Das, was mich jetzt gestört hat, ist für andere vermutlich gar kein Problem und sie werden die Story lieben!

Danke Redrum für das Rezensionsexemplar!