Snuff Theater

 Puh … was für eine Geschichte. Gut, dass ich nie ins Theater gehe ^^

Erneut hat sich ein Autor eines der größten Defizite der Welt zu Nutze gemacht und darüber eine Geschichte geschrieben: Die Sensationsgier der Gesellschaft.

Dort, wo es Elend zu sehen gibt, tauchen auch immer zuverlässig die Geier der Menschheit auf, um diesem beizuwohnen. Perfekt für ein Snuff Theater, wo der Programmplan nicht blutiger sein könnte.
Mit perfider Perfektion wird dem Publikum nur das Beste geboten.

Ich finde es nur allzu natürlich in diesem Genre eine Zuneigung zu den Antagonisten zu entwickeln. Denn sein wir ehrlich, die Protagonisten leben nicht lang genug, um sie lieben zu lernen.

Und so muss ich sagen, dass mir die Dynamik zwischen Daryl und Valentina sehr gut gefällt. Sie sind wild, leidenschaftlich und kreativ. Davon kann man sich doch eine Scheibe abschneiden … Sie wissen, was sie wollen.

Auch Goran mochte ich sehr, auch wenn mir sein Tattoo etwas Unbehagen bereitet.

Und nur einmal hatte der Autor mich, wo ich das Buch kurz beiseitelegen musste. Jesus!
Respekt, auf die krabbelnden Ideen muss man erstmal kommen!

Einzig Monique ging mir derbe auf den Sack. Daryl, ich hab dich am Ende doch irgendwie verstanden.

Fazit: Das Feuerwerk aus Blut und Gedärmen, gepaart mit wilder und – zugegeben abartiger – Lust bekommt eine klare Leseempfehlung.

Aber auch eine Warnung an den potentiellen Leser: Nichts für Zartbesaitete, nichts für Happy-End-Fans (denn das hatte nicht mal ich, als Leser – Gibt’s nen zweiten Teil? *lach*) und nichts für Krabbelphobiker!

5 von 5 blutige Sternchen fürs Snuff Theater!